Das Ziel unserer Arbeit ist eine einvernehmliche Lösung unter Beteiligung der Eltern, die dem Wohl des Kindes entspricht und
der Bedürfnis-angemessenheit der Beteiligten weitestgehend entgegenkommt. Dies ermöglichen wir über unseren Ansatz der
lösungsorientierten Allparteilichkeit, der sich in Methodik und Vorgehensweise unseres Verfahrens wiederspiegelt.
1. Phase
In der ersten Gutachtenphase bekommen alle Konfliktparteien des Prozesses eine Einzelbegleitung. Mit den betroffenen Kindern
und deren Eltern wird getrennt gearbeitet. Unsere Sachverständigen mit familientherapeutischer Professionalität ermitteln
die Ausgangslage der Beteiligten des Prozesses und bilden erste Arbeitshypothesen zur Erstellung eines systemischen
Lösungsprofils der Eltern bzw. des verbleibenden Subsystemes. Psychodiagnostische Instrumente dienen zur Hypothesenformulierung.
Mit den Kindern wird eine Entwicklungsdiagnostik erarbeitet, die Aufschlüsse auf ihre Ressourcen und Verstricktheit in das
Problemsystem ergeben. Auf die Befindlichkeit und dem Entwicklungsstand der Minderjährigen wird angemessen in therapeutischer
Haltung reagiert.
2. Phase
In der zweiten Phase folgen in der Regel die Analyse der Eltern-Kind-Interaktionen und der Beginn der Elterngespräche.
Beim Letzteren ist mit massiven Eskalationsdynamiken zu rechnen, die angemessen zu beantworten sind. Hier arbeiten wir
in flexiblen Kontexten und mit lösungsorientierter, systemischer Methodik an der Unterbrechung und Ablösung starrer
Verhaltensmuster durch neue, konstruktive Verhaltensweisen.
Methodischer Weg
Zur ressourcenorientierten Erkenntnisgewinnung in den familiären Systemen nutzen wir unterschiedliche Umgebungsbedingungen;
von der diagnostischen Neutralität unserer therapeutischen Praxen, beispielsweise im Bereich der Psychodiagnostik, bis zur
Informationsgewinnung vor Ort in Form von Eltern-Kind-Interaktionen, das heißt einer aufsuchenden Arbeit nahe kommenden
Vorgehensweise. Somit verfügen wir über ein breites Spektrum an erkenntnisgenerierenden Methoden. Die in den Gutachtenprozessen
beteiligten Personen begrüßen die Vorgehensweise der flexiblen Settings unserer Erfahrung nach häufig ausdrücklich.
Wir betrachten eskalierende Verhaltensroutinen der Konfliktparteien als konträre elterliche Versuche, in Trennungsszenarien,
die große Unsicherheit und Kränkung hervorrufen, Sicherheit und Kontrolle ausüben zu wollen, um eigene Ängste und Befürchtungen
zu mindern. Die fachgerechte Arbeit mit diesen Bedürfnissen deeskaliert erfahrungsgemäß den elterlichen Konflikt zugunsten der
wahrscheinlichen Etablierung einer konstruktiven Elternebene.

